{"id":1271,"date":"2011-09-23T19:50:48","date_gmt":"2011-09-23T18:50:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hansuelivogt.ch\/?p=1271"},"modified":"2015-06-04T09:22:46","modified_gmt":"2015-06-04T07:22:46","slug":"fuer-solide-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hansuelivogt.ch\/politik\/fuer-solide-schulen\/","title":{"rendered":"F\u00fcr solide Schulen \u2013 gegen Kuschelp\u00e4dagogik (mit Video)"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"F\u00fcr solide Schulen \u2013 gegen Kuschelp\u00e4dagogik\" width=\"1140\" height=\"855\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/2j582c5H9xY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Die Schule ist das Fundament unserer Gesellschaft. Eine gute Schulbildung ist die Voraussetzung f\u00fcr ein selbst\u00e4ndiges, erfolgreiches Leben in unserer Gemeinschaft. Die Schule fordert und honoriert Leistung und st\u00e4rkt so die Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft. Die Schule f\u00f6rdert den Gemeinsinn, der die Grundlage des Milizgedanken ist. Und Schule und Bildung sind zentrale Erfolgsfaktoren einer Volkswirtschaft. Die Schule verk\u00f6rpert und vermittelt somit urschweizerische Werte.<br \/>\nDiese urschweizerische Institution ist in den letzten 20 Jahren zum Spielball von Bildungs-, Familien- und Integrationsspezialisten geworden. Die Schule droht ihre wichtige Aufgabe f\u00fcr unsere Gesellschaft zu verlieren. Was stellen wir fest?<\/p>\n<p><strong>1.<\/strong> \u00a0 Besessen vom Gleichheitsgedanken und aus Angst, Unangenehmes auszusprechen, sind leistungsschwache und leistungsstarke Sch\u00fcler in den Einheitstopf eines integrativen Unterrichts geworfen worden. Dies zu Lasten der guten Sch\u00fcler, die unterfordert sind und nicht gef\u00f6rdert werden. Vielerorts wachen Lehrer dar\u00fcber, dass die Unterschiede zwischen den Guten und den Schwachen nicht allzu gross werden. Die starken Sch\u00fcler und ihre Eltern tr\u00f6stet man damit, dass die Sch\u00fcler Sozialkompetenz im Umgang mit Schw\u00e4cheren erwerben. Da ist der Ruf mancher Eltern nach freier Schulwahl nur verst\u00e4ndlich. Es ist verheerend, dass es mit der Volksschule so weit kommen musste!<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong> \u00a0 Die Integration der schwachen Sch\u00fcler um jeden Preis hat einer Heerschar von Spezialisten den Weg in die Schulen geebnet und ihnen dort Verdienstm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet. Eltern, die diesen Sommer ihr Kind in die erste Primarschulklasse gebracht haben, berichten, ihnen seien nebst der Lehrerin auch eine Handvoll Fachlehrkr\u00e4fte f\u00fcr allerlei Spezialaufgaben vorgestellt worden: der Sonderp\u00e4dagoge, die Deutschlehrerinnen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Kinder, der Sprachheilp\u00e4dagoge, die Schwimmlehrerin und der Schulbusfahrer, der die Kinder zur Therapie f\u00e4hrt. Hier ist die Schule zum staatlich finanzierten Gesundheits- und Therapiezentrum geworden, in dem Patienten von einem Spezialisten zum andern gereicht werden.<\/p>\n<p><strong> 3.<\/strong> \u00a0 Besonders gravierend sind in einzelnen Quartieren der Stadt Z\u00fcrich und in verschiedenen Agglomerationsst\u00e4dten die Schwierigkeiten der Integration ausl\u00e4ndischer Kinder. Eine solche Integration \u2013 verstanden als Anpassung an die hiesigen Verh\u00e4ltnisse und Werte \u2013 ist in Schulen mit Anteilen ausl\u00e4ndischer Kinder von gegen 80% eine Illusion. In einem Kindergarten in einer Agglomerationsstadt wurden den Eltern am Elternabend nicht weniger als 11 sogenannte Kulturvermittler vorgestellt, die sich im Kindergarten als Dolmetscher bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong> \u00a0 Unter dem Einfluss der Ausbildungsexperten wird heute in der Schule ein Programm abgearbeitet, das nebst der Ausbildung in den Grundf\u00e4chern Sozialkompetenz und Mehrsprachigkeit vermitteln, verschiedene Leistungsdefizite ausgleichen und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten therapieren soll. Dieses Programm geht zu Lasten der Ausbildung in den Elementardisziplinen Lesen, Schreiben und Rechnen. Und es geht zu Lasten unbeschwerter, unverplanter Kinderjahre im Elternhaus, w\u00e4hrend denen lebenswichtige Erfahrungen gesammelt und Interessen entwickelt werden. Kein Wunder, musste die Kinderg\u00e4rtnerin mit den 11 Kulturvermittlern beim Elternabend die Eltern bitten, zu Hause mit den Kindern zu basteln, weil dazu im Kindergarten die Zeit fehle.<\/p>\n<p>Im Schulwesen muss dringend die Reissleine gezogen werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Klar leistungsschw\u00e4chere Sch\u00fcler d\u00fcrfen die Ausbildung der anderen Sch\u00fcler nicht beeintr\u00e4chtigen. Die Leistungsschw\u00e4cheren verdienen, dass man sich ihrer gesondert annimmt, mit dem Ziel, ihnen den Anschluss zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Die gesellschaftliche Integration ausl\u00e4ndischer Kinder ist keine Aufgabe der Volksschule. Integration ist eine Aufgabe derjenigen, die sich hier niederlassen. Das gilt besonders hinsichtlich der Sprachkenntnisse. Hier besteht ein Leistungsangebot, mit dem ausl\u00e4ndische Kinder schon vor dem Schuleintritt unsere Sprache erlernen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>In der Schule braucht es nicht Manager und ein Team von Spezialisten, sondern Lehrer. Die Verantwortung in den Schulen muss zur\u00fcck zu den Lehrern, die im Schulzimmer stehen, Vorbilder sind, solide Grundkenntnisse vermitteln und die Regeln des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft durchsetzen. Mit Genugtuung stellen wir fest, dass manche j\u00fcngere Lehrer diesem Lehrerbild wieder nachleben.<\/li>\n<li>Die Teilzeitpensen im Lehrerberuf sind einzuschr\u00e4nken. Bei Kleinstpensen wird die genannte Verantwortung nicht wahrgenommen, und es fehlt oft an der Identifikation mit dem Amt und der Rolle. Zudem ist gerade f\u00fcr leistungsschw\u00e4chere Sch\u00fcler ein voll verf\u00fcgbarer Lehrer, der seine Sch\u00fcler kennt, die gr\u00f6sste Unterst\u00fctzung. Teilzeitpensen treiben auch den Administrationsaufwand in den Schulen in die H\u00f6he.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die SVP wird sich auch weiterhin daf\u00fcr einsetzen, dass Schule und Bildung tragf\u00e4hige Fundamente unserer Gesellschaft bleiben. Sie wird sich daf\u00fcr einsetzen, dass gerade in einer globalen, auf Individualismus und Selbstverwirklichung bedachten Gesellschaft die Volksschule der Ort ist und bleibt, der die Kinder auf das Leben in dieser Gesellschaft optimal vorbereitet: darauf, dass die Welt dem T\u00fcchtigen geh\u00f6rt und dass das Leben in der Gemeinschaft auch Anpassung und die Beachtung von Regeln verlangt.<\/p>\n<p><strong>Beitrag hier:<\/strong> <a href=\"http:\/\/hans-ueli-vogt.ch\/politik\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2011\/09\/110923_referat_vogt_solide_schulen.pdf\">110923_referat_vogt_solide_schulen.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schule ist das Fundament unserer Gesellschaft. Eine gute Schulbildung ist die Voraussetzung f\u00fcr ein selbst\u00e4ndiges, erfolgreiches Leben in unserer Gemeinschaft. Die Schule fordert und honoriert Leistung und st\u00e4rkt so die Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft. 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